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Ein Moment der Ewigkeit

Gestern erlebten wir zusammen mit Freunden aus Walsheim die yep!-Vorstellung in der Waldorfschule in Saarbrücken. Dieser begeisternde Beitrag junger Menschen zeigte, was Eurythmie heute sein kann, ja, was sie ist. Mit Elan, Enthusiasmus und Eindrücklichkeit hielten sie das Publikum fast stundenlang an einem Moment der Ewigkeit fest, in welchem klar wurde, das die Klaviersonate Nr. 5 von Galina Ustwolskaja für sie gemacht ist, und nicht umgekehrt. Die jungen Bühnenkünstler tanzten nicht zu dieser modernen, dramatischen und herzzerreißenden Musik, sondern aus ihrer bewegten Geistesgegenwart strömten die Töne und Intervalle aus ihren Händen und Füßen, aus den Sprüngen und dem Fingerspitzengefühl mannigfach gesteigert heraus.

Wäre ich 40 Jahre jünger, würde ich mich sofort dieser Initiative für junge Menschen anschließen, um Eurythmie jeden Tag zu tun, denn hier sprudelt Inspiration, Begeisterung, Freude, Lebhaftigkeit, Ausdruckskraft und Dynamik. Es wird mir klar, dass die Eurythmie eine Geheimwaffe der Jugend ist, und dass yep! es schaffen könnte, die ganze Welt zu erobern.

Jostein Saether, Blieskastel

Bezaubert, verzaubert und berauscht

Ich konnte acht mutige, starke Menschen auf der Bühne sehen, wie sie uns bezaubert, verzaubert und berauscht haben. Sie haben uns hochaktuelle Themen präsentiert, sie haben Kreativität und Fantasie auf der Bühne sichtbar gemacht. Sie sind musikalisch über die Kontinente geflogen und haben uns mit ihrer fantastischen, ausdrucksstarken Darstellung mitgenommen. Sie waren mit jedem ihrer Themen ganz stark verbunden und konnten uns durch ihre grazile, oft rauschende, perfekte und doch so wunderbar leichte Vorstellung mitnehmen.
Für mich war es ein Moment der Ruhe und Erholung und ein wunderbarer Nachmittag. Dafür ein herzliches Danke!

Petra Jung, Dortmund

Eine Mitwirkende berichtet

Yep - Young Eurythmy Performance – bedeutet, sich ein halbes Jahr mit Eurythmie zu beschäftigen, sie kennenzulernen, sie zu bewegen, ihre Grenzen zu erforschen, mit ihr zu experimentieren, über sie zu sprechen und sie schließlich als selbstständig gewonnene Erfahrung zu präsentieren.

Aber der Weg zu einer gelungenen Eurythmie-Aufführung ist lang.

Zu allererst finden sich junge Menschen aus allen verschiedenen Himmelsrichtungen, Hintergründen und Umgebungen zusammen. Egal, wie unterschiedlich sie auch sein mögen, sie alle haben etwas gemeinsam. Sie sind motiviert, neugierig und gespannt darauf, sich mit der einzigartigen Bewegungskunst Eurythmie zu beschäftigen.

Doch wie kann man sich diesem großen, umfassenden Thema am besten annähern?
Zunächst geschieht dies bei Yep durch theoretische Kurse. Den Vormittag verbringen die Teilnehmer damit, mit ihren Dozenten zusammen über verschiedene grundlegende Themen der Anthroposophie nachzudenken. So werden ihnen beispielsweise das Leben Rudolf Steiners und die Entwicklung der Eurythmie, aber auch der Methamorphosengedanke oder die, für Künstler sehr interessante, Performativität näher gebracht. Da es sich bei Yep aber nicht um eine schulische Ausbildung handelt, sondern vielmehr darum, sich mit sich selbst im Rahmen der anthroposophischen Themen zu beschäftigen, wird den Teilnehmern am Ende der Kurse Raum gegeben, um ihre eigenen, persönlichen Gedanken und Gefühle, ihre Themen, mit denen sie in ihrer Welt ringen und die durch den theoretischen Unterricht angestoßen wurden, zu formulieren und so eigene Texte und Gedichte zu schreiben. Mit diesen werden sie sich auch später in den Proben eurythmisch beschäftigen und so werden diese ein wichtiger Teil der Aufführung.

Nach der theoretischen Annäherung folgt die Praxis. Das bedeutet: proben, proben, proben! Nach nur vier Monaten muss das Programm einstudiert sein, denn die ersten Tourneetermine stehen schon fest. Die Proben müssen also vorangehen. Zunächst müssen die Musikstücke und Texte ausgewählt werden. Danach werden die Choreographien entworfen, teils durch die kreativen Leiter, teils durch die Teilnehmer selbst. An der Synchronität und dem Ausdruck muss gearbeitet werden und nicht nur so mancher schmerzende Fuß bereitet den Teilnehmern schlaflose Nächte.

Doch spätestens bei der ersten Kostümprobe ist jede Unstimmigkeit unter den Teilnehmern und jedes Hindernis vergessen! Von nun an nimmt die Aufregung immer mehr zu, bis es dann vollständig in Kostüm, Maske und mit Tausenden von Formen im Kopf zum ersten Mal vor ein Publikum geht. Die anschließende Möglichkeit, auf der Bühne zu stehen und alles Gelernte zu präsentieren, ist jede Anstrengung wert. Und auch die Gespräche nach den Aufführungen mit den interessierten Zuschauern sind ein ganz besonderes Geschenk. Aber bei Yep heißt es dann: „Nach der Aufführung ist vor der Aufführung“, denn die nächste Bühne wartet schon.

So verbringen die Teilnehmer eine sehr aufregende Zeit zwischen Umkleiden, Autobahnen, Bühnen und Gastfamilien, manchmal jeden Tag an einem anderen Ort. Die Aufführungsorte begrenzen sich dabei nicht nur auf Deutschland, sondern ihr Tourbus fährt auch in die Niederlande, nach Prag oder in die Schweiz. Wenn am Ende der Bus nicht mehr ausreicht, geht es mit dem Flugzeug weiter. So flog das Yep-Team 2017 beispielsweise ins ferne Brasilien, um dort an mehreren Waldorfschulen, aber auch in einer Favela ihre deutsche Eurythmie aufzuführen. Dabei kam es zu einem sehr spannenden Kulturaustausch. Beethoven trifft auf Capoeira!

Insgesamt haben wir (inklusive Schüleraufführungen) 61 Aufführungen gemacht.
Etwa 17.000 Menschen haben unsere Aufführungen gesehen.

Nach einem halben Jahr und mit unendlich vielen Erinnerungen und Erfahrungen im Gepäck trennen sich die Teilnehmer dann wieder und jeder geht seinen individuellen Lebensweg weiter. Den ein oder anderen wird es wahrscheinlich auch zu einem Eurythmiestudium ziehen, wer weiß das schon?

Fest steht nur, die gewonnenen Erfahrungen, die Bewegungen, die Begegnungen, die Gespräche, die Höhen und Tiefen haben die Teilnehmer in ihrer Entwicklung sehr geprägt und ihnen ein großes Geschenk gemacht. Und auch die Eurythmieszene wird durch dieses junge, lebendige, kraftvolle Projekt erweitert und angeregt.

Helena Arweiler, 19 Jahre

Sternstunde

Liebe Yepis!
Die Aufführung in Mannheim war eine Sternstunde! Unvergesslich!
Herzlichen Dank!

A. Sandritter-Sachs

yep! in der Gemeinschaft Altenschlirf

Am 5. Februar bekam die Gemeinschaft Altenschlirf Besuch von acht jungen Menschen. Dies ist an sich nichts ungewöhnliches, aber dieser Besuch hatte es in sich: yep!, das sind acht junge Menschen die sich nach ihrer Schulzeit auf den Weg gemacht haben, in einer gemeinsamen, intensiven Arbeit ein abendfüllendes Eurythmie-Programm zu erarbeiten.

Und das Ergebnis war etwas ganz und gar anderes, unerwartetes als das, was wir sonst von Eurythmieaufführungen kennen: die ungestüme Lebendigkeit und Lebensfreude der jungen Menschen machte den Abend zu einem rauschenden Fest. Aurel und Sonnhild Mothes, die künstlerischen Leiter, hatten mit den jungen Menschen ein genial ineinander verwobenes Programm von Werken von Beethoven, Ustwolskaja, und Liszt sowie Lyrik zur aktuellen Situation von Erde und Menschheit erschaffen. Die virtuose Begleitung des Pianisten Nikita Kopylov schafft die klangliche Hülle, in welcher die getanzte Choreographie die Musik in wunderbarer Weise virtuell sichtbar werden ließ und mit den Gewändern und der von Peter Jackson gezauberten Beleuchtung hinreißende Sinneseindrücke gestalteten.

Die Grenzen von Sehen und Hören schienen vollkommen zu verschwimmen. Zutiefst beeindruckend dabei die Unbekümmertheit und Lebenskraft der jungen Darstellerinnen und Darsteller, die hier zu einer ganz besonders authentischen Form der Eurythmie gefunden haben, welche die Zuschauer in ihren Bann zog und mitunter atemlos werden ließ. So kulminierte der Abend zu Recht mit minutenlangem Applaus für diese ganz besondere Leistung. Was für ein Geschenk, in dieser Weise miterleben zu dürfen, wie sich junge Menschen „in ihr Leben stürzen“. Man kann nur weiterempfehlen, dieses sich jährlich mit neuen Teilnehmern wiederholende Projekt mit Einladungen zu unterstützen und sich von der Euphorie begeistern und mitreißen zu lassen.

T. Raedler, Gemeinschaft Altenschlirf

Unterwegs mit yep

Auf dem Weg nach Kassel im ICE, die Unterhaltung zweier Studenten. Einer erzählt von einem elektronischen Zubehör, das Teil wäre megaklein…
Mega heisst groß. Mag es auch ein Modewort für Jugendliche sein, die beiden Gesprächspartner sind weder 14, noch stammen sie aus dem sogenannten bildungsfernen Milieu. Ich fühle mich erinnert an den Sprachgebrauch in Orwells Roman 1984: doppeltplusungut. Bekanntlich erzeugt der Totalitarismus Bewusstlosigkeit, durch Sprachverwahrlosung.
Umso wichtiger wird die Kunst der sichtbaren Sprache mit jedem Tag. Das Jugendeurythmieprojekt Yep startet seine zweite Tournee. Sie führt von den Niederlanden durch Deutschland bis Prag und Südamerika. Zur Derniere in Dornach werden rund 50 Aufführungen hinter ihnen liegen.
Acht junge Leute, die sich vor wenigen Monaten zum ersten mal begegnet sind, bilden ein Ensemble, mit der Intention ein wirklich anspruchsvolles eurythmisches Bühnenwerk zu gestalten.
Man könnte das für Hybris halten. Man könnte sich aber auch erinnert fühlen an den Ursprung der Eurythmie. An das unglaubliche Vertrauen, das Rudolf Steiner in die Autonomie des anderen hatte. Er hat seine geistigen Schöpfungen als Hervorbringung ja grundsätzlich der Handlung individueller Menschen überlassen.

Eurythmische Schulung ist nach wie vor ein relativ geheimnisvoller Prozess. Sie vollzieht sich in einer Seelentiefe, in der man mit Mastermusterkriterien auf verlorenem Posten steht. Ebenso sinnlos ist das Kräftemessen mit anderen Körperkünsten. Kein Mensch auf Erden kann mit 20 Jahren plötzlich zum Geigenvirtuosen werden. Die Hände eines Musikers, von Kindheit an, geübt und organisch ausgebildet – sie wachsen sich geradezu physich so aus, wie der Zugriff des Instrumentes es verlangt. Der Körper des Spielers ist das Tor zur Welt, durch das die Musik sich ausdrückt. Eurythmische Kunst vollzieht den Vorgang umgekehrt. Hier ist der Körper nicht Ausgang, sondern Eingang. Es erscheint, was ihn selbst zur Welt macht – als wäre er Idee. Und damit buchstäblich das, was uns bestimmt als Individuen. Was sich in der eurythmischen Kunst leibhaftig einstellt, ist das Bewusstseinsspiel der Seele – das Seelenspiel der gedachten Rede, des gedachten Gesanges. Es ist dasjenige was die Seele tut, wenn sie hört. Darum hängt alles davon ab, wie sie angesprochen wird. Dieser Zuspruch kann nicht anders als individuell und freiheitlich sein. Es kann nicht anders sein – wenn das Bewusstsein eines Menschen als körperliche Darstellung so erscheinen soll, dass man sieht, was ihn innerlich als Ausdruckswesen personifiziert. Man sieht dann sein Schicksal.

Am Rande bemerkt: darum lieben Schüler in der Pubertät dieses Fach nicht unbedingt!
Die spielerische Auseinandersetzung mit den bestimmenden Kräften des eigenen schicksalhaften Gefüges – das ja wesentlich im Leib statfindet und körperlich erscheint – das ist die Qualität des Eurythmischen. Man sieht immer mehr als der Darsteller zeigt, man sieht ihn selbst. Peinlich, buchstäblich peinigend kann das werden, wenn dieses Licht- und Schattenspiel der Persönlichkeitskräfte verhuscht, zugetuscht, mit tänzerischen Mitteln überspielt werden soll. Dann ist das spezifisch Eurythmische verloren. Zum künstlerischen Eingang in das Gesetz unserer Leiblichkeit und damit in den Bau der Erde, wird es dann, wenn der Kontrast nicht überspielt, sondern wahrgenommen wird. Die Hüllenbildungen unserer sterblich-unsterblichen Menschennatur so aufzufassen, dass keine körperliche »Verlegenheit« die Hoheit der Person je erniedrigen könnte. Diese eurythmische Aussicht ins Freie ist kein weltfremdes platonisches Ideal, sondern Praxis eines Herzensanliegens, wie sich im Yep Programm zeigen wird.

Der Abend besteht vor allem aus Spannung, aus unentwegter An- und Abspannung der Kräfte. Das ist schon mal sehr gut, sich in virtuellen Zeiten, so konfrontiert zu fühlen mit der eigenen inneren Energetik. Das erste Musikstück ist wortwörtlich: der Hammer! Die Klaviersonate Nr 5 von Galina Ustwolskaja. Das rund 15minütige Stück beschreibt der Pianist Nikita Kopylov: »Rohe, nackte kompromisslose Musik, ohne jeden Taktstrich geschrieben – vom fünffachen Piano bis zum fünffachen Forte ins Extrem gehend, während sich alles auf den in der Mitte der Tasten liegenden Zentralton »des« bezieht. Eine Herausforderung für Spieler, Darsteller und Zuschauer«, und in der Tat, Kopylov schont uns nicht. Er hämmert die Akkorde so in die Tasten wie sie offenbar komponiert sind: unausweichlich. Es ist die Offenbarung dieses Stückes, dass man es nur in innerer Präsenz erträgt. Sonst platzt einem der Kopf. Gegen das allgegenwärtige weiße Weltrauschen wird hier eurythmisch ein Stilleraum installiert, der sich phänomenal auswirkt. Die jungen Darsteller schaffen es wundersamerweise gestisch vorbildlich und zeitlich exakt in das Geschehen einzugreifen – sie schaffen Intervalle, wo man sonst keine gehört hätte. Damit wird die Seele des Zuschauers in Schwingung versetzt. Der Ton, wenn er kommt, trifft einen nicht unvorbereitet. Die Klanggestalt ist bereits Bild geworden und darum tut der gehämmerte Akkord nicht weh – im Gegenteil. Er bildet fort, von Ton zu Ton und das gespannte Gehör ist äußerst beschäftigt mit der weiteren Entwicklung dieses Klanggebildes in der eigenen Seele. Man kann sich als Zuschauer bewusst an der Klaviatur des eigenen Innern arbeitend erleben und das ist großartig. Dazu kommt ein weiteres. Das Bühnenbild der bewegten eurythmischen Körper wird stellenweise zum morphologischen Feld. Als würde man in ein offenes Raumherz schauen – die einzelnen Körpergestalten sind so vibrierend, impulsierend, organisch verbunden in den musikalischen Schlägen, dass es endlich-unendlich ansichtig wird, was die eurythmische Kunst vom reinen Tanz unterscheidet. Wahrnehmung solcher Unterschiede tut doch den jeweiligen Künsten keinen Abbruch, der Zuschauer kann sich selbst ein Bild machen.

Eigentlich könnte man nach diesem Stück nach Hause gehen. Doch dann hätte man zwei weitere Attraktionen versäumt. Die erste besteht darin, mit den Darstellern den weiteren Weg zu gehen. Wie soll man von diesem Aufbruch über verschiedene Texte zu Kompositionen von Beethoven, von ihm zu Mendelssohn und schließlich zu Franz Liszt gelangen? Am Abend in Kassel bot sich eine einmalige Gelegenheit. Die jungen Darsteller waren nach ihrer gewaltigen Anfangsleistung wie verzaubert im eigenen Bewegungsduktus. Man konnte deutlich sehen dass sie im Stil des ersten Stücks fortfuhren, und dies wirkte wie ertaubt der Musik gegenüber. Ein grandioses Zuschauererlebnis – wenn auch als unbeabsichtigte Wegstrecke –denn Beethoven war ja tatsächlich taub, als er die Klaviersonate Nr 32 in c-Moll, schrieb. So sah man das Ringen um die Musik leibhaftig sichtbar werden. Wie allmählich die so stark vorgebildete ätherische Geste abfiel und sich ein neuer Bewegungsduktus einstellte. Ein wundervoller Übergang, den man unbedingt beibehalten sollte. Die abschließende Übung für den Zuschauer bestand darin sich aufmerksam in der Rückschau zu erhalten. Ein künstlerisches Programm, das seinen Höhepunkt zu Beginn hat, ist eine neue choreographische Erfahrung. Doch gerade so verläuft unser Leben. Die stärksten Entwicklungskräfte haben wir in den frühen Jahren.

Für diesen spannenden biographischen Eurythmie-Abend kann man die künstlerischen Leiter von Yep, Sonnhild Gädeke-Mothes und Aurel Mothes, nur beglückwünschen.

Ute Hallaschka

Mut und Begeisterungskraft

Vergangenen Freitag habe ich Eure Aufführung miterleben dürfen.
***CONGRATULATIONS!***
Ich war tief berührt und beeindruckt! Super Arbeit habt Ihr da geleistet!
Auf diesem Weg möchte ich anfragen, ob es Eure Poetry Slam Texte auch schriftlich gibt? Mich haben sie sehr angesprochen und ich würde mich gerne tiefer damit beschäftigen. Den jungen Menschen wünsche ich alles Gute, weiterhin so viel Mut und Begeisterungskraft auf den vor Euch liegenden Wegen. Die Welt kann sich an Euch freuen! :-)
Danke ALLEN Mitwirkenden und weiterhin TOI TOI TOI für weitere Projekte!

Janine Karlen, Ittigen/Schweiz

Seelenbewegung

Jetzt sind sie auf Tournee. Der erste Jahrgang des Jugendprojekts »Young Eurythmy Performance« (yep!) feiert Premiere. Das Publikum feiert mit. Wo immer sie hinkommen: standing ovations. Angeblich hat sich bereits ein Fanclub gebildet, der hinterher fährt. Wer die Vorstellung gesehen hat, glaubt das sofort.

Man muss nach Worten suchen, um diese Inszenierung zu würdigen. Ein Erlebnis, das offenbar so weiter wirkt in der eigenen Seele, dass man nicht fertig wird damit. So sollte Kunst sein - das spricht für ihre Realität. Es spricht auch für die Gründungsidee des Projekts, das aktuell in die zweite Runde geht.

Am besten beschreibt es eine Teilnehmerin, mit ihrer Motivation: Eurythmie als eine Gegenbewegung dazu, sich seelenlos auf die Dinge zu stürzen. Genau das sieht man in der Vorstellung, alle Bühnenbewegung geht von der Seele aus. Was die neun Darsteller mit ihren künstlerischen Leitern Sonnhild und Aurel Mothes, erarbeitet haben, ist nicht nur eine reife Bühnenleistung, sondern ein echter eurythmischer Durchbruch. Die Zuschauerseele wird so kraftvoll und innig bewegt, dass ihre Dämme brechen. Ja, wahrhaftig – ich saß weinend in einer Eurythmie Aufführung. Nicht weil es so schlimm war, sondern weil es so schön war.

Das Thema des Abends ist die Du-Qualität des Ich. Sie wird in Variationen durchgespielt von selbstgeschriebenen Texten, bis Bach. Und siehe da, das geht wunderbar miteinander, denn wenn Sprache und Musik sichtbar werden – nun dann ist es eben ein Schauspiel! Eurythmie als Bühnenkunst ist ja nicht anders gemeint.

Das musikalische Trio brilliert ebenso wie die Darsteller und das Licht tut ein übriges. Es stimmt einfach alles und das ist eine Wohltat. Ein glanzvoller Abend.

Ute Hallaschka, info3

Total inspiriert

Ich war begeisterter Zuschauer eures Programms, dass ihr am 21.3.16 in Überlingen der Oberstufe präsentiert habt. Ich bin in der 11. Klasse und war total inspiriert von dem, was ihr geleistet habt. Ihr habt es wirklich geschafft den Zuschauer zu berühren, ihn, durch eure Freude am Tun, für die Eurythmie zu begeistern.
Das Gedicht »Bist Du Du« ist unglaublich schön und enthält so viel Wahrheit.

Anna Maria Kempf, Überlingen

Der Nerv der Zeit

Ich finde, dass Ihr den Nerv der Zeit getroffen habt. Ihr könnt Schüler mit Eurem Programm und Bewusstsein innerlich ansprechen, sodass sie sich mit der Eurythmie mehr identifizieren können.

Gabriella Jenet, Augsburg

Wo bin ich ich?

Das Jugendeurythmieprojekt Yep richtet sich an Menschen zwischen Schule und Studium/Ausbildung. Nach vier Monaten Proben und Studium der Anthroposophie geht es auf Tournee in Deutschland, der Schweiz und nach Tschechien.

Wo kommt sie her, die aggressive Grundstimmung? »Du nährst dich an dem, was andere tun, und kannst damit nicht einmal ruhn.« Gesprochen wird der Text von seiner Autorin Junia Siebert. Doch das Wort bleibt nicht Wort, es ruft andere zusammen, die mitwirken wollen. Das Wort wird Tat, wird Bewegung, Eurythmie. Und wo das Wort schweigt, erklingt Musik.

Was äußerlich an ein klassisches Eurythmie-Abendprogramm erinnerte – eine Abfolge von Nummern –, zeigte je länger je mehr Untiefen, ein loses, gleichwohl konsistentes Ganzes bildet sich aus den Fragen: Wo bin ich ich? Wie ist mein Verhältnis zu mir selbst, wenn es doch einen machtvollen Umkreis gibt? Die Texte von Mitwirkenden aus dem Yep-Ensemble zeigen, dass diese Fragen nicht nur erlebt werden, sondern darüber hinaus einen eigenen künstlerischen Ausdruck finden.

Gedrängte Kraft des Menschenpotenzials

Das Jugendensemble Yep (Young Eurythmie Performance) unter Leitung von Sonnhild und Aurel Mothes arbeitet in Text und Musik die gedrängte Kraft des Menschenpotenzials heraus. Nicht einfach jugendlicher Überschwang, sondern dynamische Sprünge. Keine Melancholie, sondern ruhig-besinnliche Meditationen. Vom Boden hinauf in die Aufrichte, mal mit expressivem Schrecken verbunden, mal das Außen nach innen nehmend, mal vom eigenen Inneren eine Beziehung nach außen suchend, wird der Mensch im Ringen um Gleichgewicht zwischen den gewaltigen Innenkräften und den formenden Außengewalten sichtbar.

Nach der Tournee des ersten Yep-Durchgangs an 15 Orten mit Ober- und Unterstufenprogramm (»Die sechs Schwäne«) ist für 2016/17 eine zweite Runde geplant.

Sebastian Jüngel, Anthroposophie weltweit Nr. 4/16

Ein ganz wichtiger Impuls

Ich bin von Ihrem Projekt sehr begeistert. Ich habe das Gefühl durch ihre Aufführung endlich etwas zu sehen, was mir so lange in der Eurythmiewelt irgendwie gefehlt hat. Einerseits die Begeisterung für diese Kunst und die Freude an der Bewegung sowie das sich echte auseinandersetzen mit den Elementen. Ich habe das Gefühl, dass dieses Projekt die Eurythmie neu und frisch ergreift und dass das ein ganz wichtiger Impuls ist. Es hat mich auch in der Arbeit mit meiner 12. Klasse sehr inspiriert.

Silvia Piccione

Ihr setzt Meilensteine!

Super! Und wacker durchhalten! Ihr setzt MEILENSTEINE! Eure Truppe hat mir wieder die Hoffnung für die Zukunft gegeben!

Sybil Hartmeier, Wetzikon

yep. Ein Quellenwunder

Die Tournee des jüngsten Eurythmie Projektes »Young Eurythmy Performance« ist im Gange. Wer irgend kann, sollte sich auf den Weg machen, die Vorstellung zu sehen. Es lohnt sich!

Was die jungen Erwachsenen mit ihren künstlerischen Leitern, Sonnhild und Aurel Mothes erarbeitet haben, ist nicht nur ein Hochgenuss, sondern ein schöpferischer Akt in Bezug auf die Evolution und Evaluation der Eurythmie. Klassik und Moderne erscheinen vollkommen ausgesöhnt miteinander. Aus dem tiefen Vertrauen in den Kräfteorganismus – den Geist – dieser Kunst, wurde ihre Erscheinung ganz neu ans Licht des Tages gebracht.

Was sich darin zeigt, kann man ruhig ein Wunder nennen; man kommt aus dem Staunen nicht heraus. Oder wie sollte man es sonst bezeichnen, dass einer der Teilnehmer erst kürzlich Eurythmie kennen lernte – nun bewegt er sich über die Bühne, dass jeder Profi vor Neid erblassen könnte. Dass jedoch niemand neidisch wird, sondern man innerlich in die Knie geht, das liegt an der seelischen Energie, aus der hier gearbeitet wurde.

Offenbar und sichtlich zeigen sich alle Beteiligte leiblich informiert von der Realität des Äthers. Es spricht ja absolut nichts dagegen, dass man mit 20 Jahren über zeitgenössische Weisheit der Lebenskräfte verfügt. Dieser aktuellen Vitalität, ihrer Geistesgegenwart entsprechend zuzuarbeiten, ist die eigentliche Kunst der Regie. Was in der eurythmischen Vergangenheit als Sündenfall erscheint – in Fortführung eigener Tradition die Jugendimpulse zu instrumentalisieren – davon kann hier keine Rede sein.

Alles ist neu, wie nie gesehen, doch völlig immanent, aus den Grundlagen gespeist. Ein besonderer Aha-Effekt ist mit den klassisch inszenierten Vor- und Nachtakten verbunden. Allzu oft gesehen als leere Zeitüberbrückung oder unmotivierte Einfälle, werden sie hier plötzlich sachdienlich und sprechend. Aha – so war das also von Rudolf Steiner gemeint. Mit der konkreten Spannung, dem Raum, der sich in der Seele des Zuschauers als Bühne bildet. Diese Einbildung ermöglicht das interessante Schauspiel: sich selbst zu beobachten, wie man in das Geschehen, in seiner prozessualen Gestalt einbezogen und angesprochen wird. Die Kraftwirklichkeit dieser Vor- und Nachbilder ist phänomenal.

Man kann sie nicht alle aufzählen, die einzelnen Wunder. Ein wesentliches besteht darin, dass der gesamte Abend – von selbst geschriebenen und rezitierten Texten der Teilnehmer, über Schubert, Bach, bis Schostakowitsch – zu einem Geschmeide der Stimmigkeit wird. Zwischen den Stücken, sowie den Darstellern und den Musikern. Die vierzehnjährige Geigerin Lisa Rauchbach ist ein Ausnahmetalent. Seit sie 9 Jahre alt ist, studiert sie an der Hochschule für Musik in Hannover, im Institut für musikalisch Hochbegabte. Doch das musikalische Trio (Klavier: Nikita Kopylov und Cello: Gang Wang) agiert ebenso ausbalanciert wie das Bühnenensemble. Ein wundervoller Abend eurythmischer Harmonie. Hingehen und sehen!

Ute Hallaschka, Februar 2016

Ein Höhepunkt in meinem Kulturerleben

Zu Ihrem gestrigen Auftritt im Festsaal der FWS Karlsruhe gratuliere ich Ihnen auf diesem Wege. Es war wirklich eine grandiose Darbietung und für mich ein Höhepunkt in meinem Kuluturerleben.

Vielen Dank für die wertvollen Eindrücke, die starke Präsenz der jungen Tänzer/Eurythmisten im Ensemble, und die wertvolle und tröstliche Inspiration die aus Ihrer Arbeit herausströmen konnte, uns Zuschauende zu bestärken, dran zu bleiben, sich einzusetzen und unsere Kräfte auf die wirklich guten und essentiell wichtigen Werte zu lenken.

Vielen Dank nochmals für diesen wunderschönen Abend, ich werde Ihr wertvolles Projekt von nun an weiterhin fördernd unterstützen.

Tilman Glauner, Karsruhe

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